Handreflexzonen: Abgegrenzte Massagebereiche auf den Händen zur Reflexzonenmassage

Handreflexzonen
Handreflexzonen werden massiert

Als Handreflexzonen werden abgegrenzte Bereiche an der Oberfläche der Hände bezeichnet, die in reflektorischer Verbindung zu Organen und Körperbereichen stehen sollen. Durch die Stimulation bzw. Massage dieser Reflexzonen sollen diverse körperliche und psychische Beschwerden gemindert werden können. Die Existenz oder Wirkung von Reflexzonen ist wissenschaftlich bisher noch nicht belegt.

Die Stimulation der Handreflexzonen erfolgt ähnlich wie die der Fußreflexzonen. Diese gezielte Daumendruck-Massage kann sämtliche Organe und Körperbereiche auf indirekte Weise stimulieren. Neben dem Fingerdruck können auch Massagegriffel oder Massagesteine zur Hilfe genommen werden.

Lage

Handschuhe mit Reflexzonen
Handschuhe mit Reflexzonen helfen dabei, die Lage der Reflexzonen zu lernen

Die Handreflexzonen befinden sich an den gesamten Handflächen einschließlich der Finger, Daumen, dem Handrücken und der Handwurzel.

Die gesamte Hand spiegelt in vereinfachter Form den Körper mit seinen Organen und Bereichen wider. So stehen die Finger für den Kopfbereich und das Gehirn, während die Zonen der Handinnenflächen die inneren Organe symbolisieren. (1)

Die Anordnung orientiert sich dabei am tatsächlichen Organaufbau. So ist die Herzzone nur an der linken Hand zu finden, während etwa die Zone für die Leber auf der linken Handfläche fehlt.

Unterschiede zu den Fußreflexzonen

Reflexzonenmassage am Fuß
Eine Reflexzonenmassage wird am linken Fuß ausgeführt. Beide Daumen werden hier eingesetzt.

Die Fuß- und Handreflexzonen sind sich in ihrer Anordnung und Wirkungsweise zwar sehr ähnlich, doch es gibt auch feine Unterschiede. Diese beziehen sich etwa auf Form und Größe der Zonen oder auf deren Empfindlichkeit.

Die Reflexzonen der Hände liegen tiefer im Gewebe als diejenigen der Füße. Bei der Reflexzonenmassage wird also mehr Druck und Kraft aufgewendet. (1)

Da die Form der Hände sich von den Füßen unterscheidet, sind auch die Handreflexzonen in Form und Größe anders. Die Bereiche für Kopf und Nebenhöhlen (die Finger) sind an den Händen ausgeprägter, da auch die Finger sehr lang sind. Die Reflexzonen der inneren Organe an den Handinnenflächen sind hingegen in komprimierter Form vorhanden.

Handreflexzonen richtig behandeln

Die Reflexzonen der Hand können durch die Handreflexzonenmassage behandelt werden. Die Massage kann ohne weitere Hilfsmittel zu jeder Zeit durchgeführt werden.

Gerade die Handreflexzonenmassage eignet sich sehr gut als Selbstmassage, da die Hände immer problemlos erreichbar sind.

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Massiert wird mit der Daumen- oder Fingerkuppe. Ein Massagestab oder kleine Hot Stones können ebenfalls verwendet werden. Die abgerundeten Spitzen erlauben hier teilweise ein präziseres Massieren als mit den Fingern.

Die Massage erfolgt durch aufbauenden Druck, der langsam wieder gelöst wird. Bei größeren Zonen können auch kreisende Bewegungen und Reibungen durchgeführt werden.


Quellenverzeichnis

  1. Chang, David (2009): Das große Buch der Massagetechniken, 1. Aufl., München, Bassermann, S. 77ff.
MH

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