Anleitung: Augenmüdigkeit mit Yoga für die Augen vorbeugen

4 Übungen, um die Augen optimal zu nutzen und zu entspannen

AugenmüdigkeitVon unseren 5 Sinnen wird dem Sehsinn die meiste Bedeutung zugemessen. “Das muss ich mit meinen eigenen Augen sehen”, versinnbildlicht, dass wir erst etwas glauben können, wenn unsere Augen das Gehörte durch den Sehreiz bestätigen können. Somit ist es nicht verwunderlich, dass wir unsere Augen den ganzen Tag brauchen zum Umwandeln von visuellen Reizen in Bilder in unserem Kopf. Augenmüdigkeit, dunkle Ringe unter den Augen und Sehprobleme sind keine Seltenheit. Auch der Trend zur Lese- oder Arbeitsbrille nimmt immer mehr zu.

Wir können mit unseren Augen nicht nur hell- dunkel unterscheiden und die farbenfrohe Vielfalt um uns herum betrachten, sondern auch bewusst den Fokus verändern, um Dinge in der Ferne und Dinge in der Nähe besser sehen zu können. In unserer modernen Welt stellt sich jedoch immer mehr heraus, dass das Kurzsehen immer mehr Wichtigkeit hat und somit auch mehr genutzt wird. Ein Buch oder die Zeitung lesen, Fernsehgucken, am Smartphone scrollen oder am PC arbeiten setzt immer das bewusste Fokussieren auf die Dinge voraus, die sich in unmittelbarer Nähe von uns befinden. Viele Menschen klagen somit schnell über Augenmüdigkeit oder überreizte Augen, die sich trocken anfühlen, jucken, gerötet sind oder sogar stark schmerzen.

Aber bevor man nun zu Augentropfen greift, welche die Symptome (nach meiner Erfahrung) oft nur kurzweilig verbessern, aber letztendlich zu einer Verschlimmerung und Abhängigkeit führen können, haben wir hier 4 Übungen für die Augen zusammengetragen.

4 Yoga-Übungen gegen Augenmüdigkeit

Yoga-Übung für die AugenDiese Yogamassage für die Augen fördert besonders die Entspannung der Augen. Auch wird der Augenmuskel gedehnt und die Weitsicht aktiv in den Alltag integriert. Zur Durchführung braucht man nicht mehr als seine eigenen Augen, die Umwelt, seinen Körper und unsere Hot Stone Gesichtssteine.

Übung 1: Den Fokus verändern

Bei dieser Übung gegen Augenmüdigkeit geht es darum, das bewusste Fokussieren zu üben.

  • Stellen oder setzen Sie sich bequem hin. Ideal ist es, diese Übung draußen oder in einem Zimmer mit Fenster durchzuführen. Strecken Sie Ihren Arm vor sich aus, formen Sie Ihre Hand zu einer Faust und spreizen Sie den Daumen nach oben ab, als ob Sie einer Person das Handzeichen „Daumen Hoch“ geben.
  • Nun bestimmt man drei unterschiedliche Fokuspunkte: 1. die eigene Nasenspitze, 2. die oberste Spitze des ausgestreckten Daumens und 3. den am weitesten entfernten Punkt, den man noch bewusst fokussieren kann.
  • Beginnen Sie Ihren Fokus auf Ihre eigene Nasenspitze zu richten (ja, man kann seine eigene Nasenspitze sehen, blendet das aber immer unbewusst aus) und halte diesen für etwa 5 Sekunden. Nun wechseln Sie Ihren Fokus direkt auf Ihre Daumenspitze, ohne den Blick zwischendurch schweifen zu lassen. Und danach richten Sie Ihren Fokus auf den Punkt, der am weitesten von Ihnen entfernt ist, vielleicht auf einen Baum, ein Auto oder das Dach eines Hauses. Je weiter der Punkt entfernt ist, desto besser.
  • Beginnen Sie nun, den Fokus immer wieder zwischen diesen drei Punkten zu verändern. Welche Reihenfolge dabei gewählt wird, ist egal.

Führen Sie diese Übung etwa 2 Minuten lang durch und schließen Sie dann die Augen. Ruhen Sie sich aus.

Übung 2: Entspannung der Augen durch Wärme und Energie

Entspannung der AugenFür diese Übung reiben Sie Ihre Hände für mehrere Sekunden kräftig aneinander, sodass Sie deutlich spüren, wie durch die Bewegung Wärme freigesetzt wird. Wenn Ihre Hände so heiß sind, dass Sie es kaum mehr aushalten können, legen Sie je eine Hand mit der Handinnenfläche nach innen zeigend über je ein Auge. Schließen Sie Ihre Augen und spüren Sie, wie die Wärme aus den Handinnenflächen in Ihre Augen strömt. Genießen Sie diese warme Entspannung und wiederholen Sie dies, sobald Ihre Hände wieder kalt sind, bis zu 5 Mal.

Noch angenehmer und effektiver gegen Augenmüdigkeit ist der Einsatz von den Hot Stone Gesichtssteinen. Diese können Sie auch ganz bequem zwischendurch Zuhause oder im Büro nutzen.

  • Wenn Sie ein Hot Stone Wärmegerät besitzen, können Sie ganz bequem Ihre Gesichtssteine in diesem erwärmen. Alternativ können Sie auch Wasser in einem Wasserkocher auf ca. 30 Grad erhitzen. Geben Sie dann die Steine in einen hitzebeständigen Behälter und übergießen Sie sie mit dem Wasser. Die Steine brauchen etwa 5 Minuten, bis sie vollständig durchwärmt sind. Nehmen Sie die Steine vorsichtig aus dem Wasser und testen Sie an der Innenseite Ihres Handgelenks, ob die Temperatur angenehm und nicht zu heiß ist.
  • Danach legen Sie sich bequem auf Ihr Sofa oder stellen die Lehne Ihres Bürostuhls zurück und legen die Steine auf Ihre geschlossenen Augen. Spüren Sie, wie die Wärme in Ihre Augen strömt und sich angenehm ausbreitet. Gerne können Sie einen Stein auch zwischen Ihre Augenbrauen auf Ihr drittes Auge platzieren. Dies ist besonders angenehm, wenn Sie leichte Kopfschmerzen auf Grund der PC Tätigkeit haben.

Tipp: Extra Wärmegerät und Wasserkocher klingt zu kompliziert? Nehmen Sie zwei Massagesteine beim kurzen Spaziergang in der Mittagspause als Handschmeichler in die Hände. Ihre Körperwärme reicht aus für ein Mini-Spa ihrer müden Augen, bevor Sie den Nachmittag in Angriff nehmen.

Übung 3: Dehnung des Augenmuskels

Oft sehen wir nur genau das, was vor uns liegt. Wie ein Pferd mit Scheuklappen nutzen wir gar nicht den vollen Umfang unseres Augapfels, dies führt oft zu einer einseitigen Nutzung des Übung Den inneren Kompass anschauenAugenmuskels und einer damit einhergehenden Verspannung und Zunahme der generellen Augenmüdigkeit.

Den inneren Kompass anschauen:

  • Dafür setzen Sie sich bequem hin, lehnen Sie sich an, schließen Sie die Augen und beginnen Sie, Ihre Augäpfel so weit wie möglich nach links zu bewegen. Halten Sie diese Position etwa 5 Sekunden und bewegen Sie Ihre Augäpfel dann ganz nach rechts. Ein leichter Dehnungsschmerz darf eintreten. Es fühlt sich an, als ob man innerlich über eine trockene Stelle rutscht. Danach schaut man weiterhin mit geschlossenen Augen so weit es geht nach oben, hält auch diese Position 5 Sekunden, um dann anschließend die Augen so weit wie möglich nach unten zu bewegen.

Wiederholen Sie dies nach Belieben. Wenn Sie merken, dass es zum Beispiel mehr wehtut, nach links zu gucken, halten Sie diese Position dann etwas länger. Schließlich wird gerade dieser Muskel gedehnt.

Die innere Uhr abtasten:

  • Nun verfeinern wir diese Übung, indem Sie sich vorstellen, direkt vor sich ein Zifferblatt zu sehen. Beginnen Sie, indem Sie “auf 12 Uhr” schauen. Halten Sie diese Position für einige Sekunden und wechseln Sie dann auf “1 Uhr”, danach auf “2 Uhr” und so weiter. Tasten Sie so innerlich das gesamte Ziffernblatt ab, bis Sie wieder bei “12 Uhr” angekommen sind.

Und wiederholen Sie auch diese Übung für etwa 5 Durchgänge.

Übung 4: Den Horizont betrachten

Diese Übung kann bei Ihrem nächsten Spaziergang durchgeführt werden oder wenn Sie bequem im Garten bei einer Tasse Tee entspannen. Hierbei geht es einfach darum, das Weitsehen zu nutzen, als Ausgleich zum vielen Nutzen des Kurz Sehens.

  • Richten Sie Ihre Augen auf den Horizont. Versuchen Sie möglichst lange und beständig den Blick auf ein weit entferntes Ziel zu richten. Wechseln Sie dabei zwischen dem bewussten Anvisieren und dem Blick in die Ferne schweifen lassen. Versuchen Sie dabei zu entspannen und Ihre Augen nicht zu sehr anzustrengen.

Diese Übung ist sehr einfach und sollte immer wieder zwischendurch durchgeführt werden. Vielleicht ist Ihr Arbeitsplatz ja auch vor einem Fenster, dann nutzen Sie dies, indem Sie immer wieder bewusst vom PC aufsehen, um den Blick in den Garten oder auf die Straße vor Ihnen zu richten oder in der Ferne schweifen zu lassen.

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