Bürstenmassage: Stimulation durch weiche Borsten

Bürstenmassage
Bürstenmassage an der Wade

Die Bürstenmassage ist eine Stimulation der Haut durch weiche Borsten oder Schwämme. Diese Trockenmassage ist in der Naturheilkunde bekannt und wird mit Handbürsten auf trockener Haut durchgeführt. Die Bürstenmassage wird auch als Trockenbürsten bezeichnet.

Bei der Bürstenmassage handelt es sich um eine Maßnahme zur Prävention und Linderung von bestimmten Beschwerden. So kann die gezielte Massage mit Naturhaarbürsten etwa den Lymphfluss steigern oder die Durchblutung anregen. (1)

Die Bürstenmassage kann für die Eigenmassage oder Partnermassage verwendet werden. Dabei wird der gesamte Körper in bestimmter Reihenfolge sanft gestrichen und gekreiselt.

Definition und Abgrenzung

Wellnessbürste
Wellnessbürste mit Bimsstein

Die Bürstenmassage gehört zu den naturheilkundlichen Behandlungen und kann als Selbstmassage durchgeführt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine typische Massage, sondern vielmehr um eine Ausstreichung des Gewebes mit einer Bürste.

Für die Bürstenmassage werden überwiegend Massagebürsten oder auch Luffaschwämme verwendet. Handbürsten aus Sisal oder anderen Naturborsten sind gebräuchlich. Der Härtegrad der Borsten dann dabei variieren. Die Massage sollte in jedem Fall nicht wehtun oder Kratzspuren hinterlassen.

Massage-Bürsten | Massage-Expert Shop

Die Massage mit Bürsten wird überwiegend zur Gesunderhaltung des Kreislaufsystems angewendet. Sie hat zwar auch einen Peelingeffekt auf die Haut, doch die Durchführung unterscheidet sich von gewöhnlichen Peelingbürsten oder -schwämmen. Diese werden häufig beim Duschen oder Baden zur Reinigung verwendet.

Wirkung der Bürstenmassage

Cellulite
Cellulite am Gesäß einer Frau

Eine Bürstenmassage, die richtig durchgeführt wird, kann diverse Wirkeigenschaften haben. In der Naturheilkunde wird sie vor allem zur Prävention genutzt, doch auch bei bestehenden Beschwerden kann sie lindernd wirken. So bewirkt sie

  • Mehr Hautelastizität
  • Bildung von Histamin
  • Anregung der Durchblutung
  • Anregung von Herz und Kreislauf
  • Förderung von Lymph- und Venenfluss (1)

Die Bürstenmassage wird demnach bei Beschwerden wie Hypotonie, kalte Hände und Füße, rheumatische Beschwerden oder einem schwachen Immunsystem durchgeführt. (1)

Beispielhafte Durchführung

Massage-Bürste
Massage-Bürste mit Griff

Bei einer Bürstenmassage wird der Körper nach einer bestimmten Reihenfolge massiert. Die entscheidende Richtung ist immer zum Herzen hin. Der Anwender kann dabei kreisende oder streichende Bewegungen durchführen.

Die Massagebürste wird auf trockener Haut angewendet. Der Anwender beginnt mit dem rechten Bein. Zunächst wird der Unterschenkel massiert, dann der Oberschenkel. Nun folgt das linke Bein in gleichem Ablauf.

Als nächstes wird der rechte Arm von der Hand bis zur Schulter massiert. Dann der rechte Arm. Nun folgt der Brustkorb von außen um die Brust zum Brustkorb und hoch zum Brustbein.

Anschließend folgt die Bauchmassage im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum. Bei Bedarf kann auch der Rücken kreisend massiert werden.

Im Anschluss wird meist geduscht oder gebadet, um die gelösten Hauptschüppchen zu entfernen. Ein Massageöl oder eine Körpercreme kann als abschließende Pflege aufgetragen werden.

Kontraindikationen

Die sanfte Massage hat ihre Grenzen bei diversen Störungen. So wird die Bürstenmassage nicht oder nur bedingt bei Problemen wie

  • Krampfadern
  • nervöse Patienten
  • Histaminempfindlichkeit
  • Schilddrüsenüberfunktion

durchgeführt. Eine Trockenbürstung vor dem Einschlafen kann zudem zu unruhiger Nachtruhe führen. (1)


Quellenverzeichnis

  1. Volker Schmiedel, Matthias Augustin (2008): Leitfaden Naturheilkunde, 5 Aufl., Urban & Fischer, München, S. 371.
MZ

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