Massage oil: Fettige Substanz zur Hautstimulation

Massage oil
Massage oil aus Sesam

Ein Massage oil ist eine fettige Substanz, die als Hilfsmittel für die Hautstimulation genutzt werden kann. Sie wird meistens mit Hilfe der Hände auf das Gewebe gegeben und fördert die Gleitfähigkeit auf der Haut. Die englische Bezeichnung „oil“ steht für „Öl“, wobei „Massage“ in deutsch wie englisch gleichgeschrieben wird.

Massage oils können aus reinen Basisölen, wie etwa Mandelöl, bestehen oder mit Zusätzen, wie ätherischen Ölen, angereichert sein. Daraus ergeben sich diverse Wirkeigenschaften.

Massage oil | Massaage-Expert Shop

Üblicherweise werden Massage oils für viele Wellness-Massagen oder Medizinische Massagen verwendet. Sie können aber auch der Hautpflege dienen.

Definition und Abgrenzung

Massage-Creme
Massage-Creme auf der Schulter

Das Massage oil ist in den meisten Fällen ein Pflanzenöl, welches üblicherweise durch Kaltpressung von Pflanzenteilen (z.b. Samen) gewonnen wird. Bei dem Begriff „Massage oil“ handelt es sich jedoch um die englische Bezeichnung für „Massageöl„.

Alternativ zum Massage oil können auch andere ähnliche Produkte genutzt werden. So ist das Öl von einer Massage-Creme oder Massage-Lotion abzugrenzen. Diese Produkte enthalten neben den pflanzlichen Fetten auch Wasser und häufig weitere konsistenzgebende Inhaltsstoffe. Sie ziehen meist schneller in die Haut ein und weisen dadurch weniger Gleitfähigkeit auf.

Eigenschaften eines Massage oils

Spreitverhalten
Spreitverhalten eines Massageöls beim Verreiben auf dem Rücken

Ein Massage oil kann mehrere Eigenschaften in sich vereinen. Diese hängen nicht nur vom jeweiligen Pflanzenöl ab, sondern auch von den weiteren Inhaltsstoffen wie etwa ätherischen Ölen.

Charakterisch für Massage oils sind die Gleiteigenschaften auf der Haut. Dies bedeutet, die ölige Substanz dringt nicht sofort in die Haut ein, sondern bildet einen fettigen und geschmeidigen Film auf dem Gewebe des Massageempfänger. Diese Fähigkeit zur Ausbreitung des Öls kann auch als Spreitverhalten ausgedrückt werden.

Einzelne Basisöle können zudem bestimmte Wirkeigenschaften aufgrund ihrer Zusammensetzung haben. So können spezielle Öle bei diversen Hautzuständen gewählt werden. Vitaminzusätze oder ätherische Öle können diese Eigenschaften zusätzlich verstärken oder erweitern.

Verwendung

Massage oils kommen überwiegend im Massage- und Hautpflegebereich zum Einsatz. Demnach können sie Hilfsmittel oder Wirkmittel sein. Häufig werden jeweils spezielle Öle für beispielsweise Gesichtsmassagen, Fußmassagen oder auch Erotikmassagen verwendet.

Massage

Thai-ÖlmassageBei vielen Ölmassagen, wie etwa der ayurvedischen Abhyanga, ist Massage oil ein essentieller Bestandteil. Es kann die Haut nähren und durch das Öl geschmeidig machen. Zudem kann sich der Massageempfänger durch das eingehüllte Gefühl des Öls häufig entspannen.

Doch auch andere Wellnessmassagen, wie die Hot Stone Massage, verwenden Massage oil, um etwa die Streichungen der Steine oder Massagehilfsmittel abzumildern. Letztlich kann Öl die Haut vor unangenehmen Reibungen schützen, welche bei trockenem Hautkontakt entstehen würden.

Hautpflege

Im Hautpflegebereich spielen Massage oils etwa für Kosmetikanwendungen, Wellnessbäder und dergleichen eine Rolle. So kann das Öl beispielsweise für eine gewisse Zeit als eine Kur oder Packung auf die Haut gegeben werden.

Massage oils werden zudem häufig in kosmetischen Produkten wie Cremes oder Haarölen verwendet, da sie in der Regel natürlichen Ursprungs sind und wenig verarbeitet wurden.

Bekannte Massage oils

Ätherisches Öl
Ätherisches Öl aus Lavendel

Ein Massage oil kann sowohl aus einem einzigen Basisöl bestehen oder ein Mix aus diversen Ölen und Zusätzen sein. Zu den natürlichen Zusätzen zählen etwa die reinen ätherischen Öle.

Im Folgenden werden drei bekannte Basisöle näher erläutert.

Sesamöl

Das Sesamöl ist ein Klassiker unter den Massage oils, das vor allem bei ayurvedischen Massagen zum Einsatz kommt. In diesem Fall wird das Sesamöl gereift (eine bestimmte Zeit erhitzt), wodurch sich die Gleit- und Einziehfähigkeiten verstärken können.

Das Sesamöl wird häufig bei trockener Haut eingesetzt und vermag zudem die Hornschicht bei trockener wie gereizter Haut positiv zu beeinflussen. (1)

Mandelöl

Mandelöl ist als mildes und gut verträgliches Öl für viele Bereiche bekannt. Durch seine sehr guten Gleiteigenschaften ist es das am häufigsten genutzte Massage oil. Sein Duft ist zudem dezent und unaufdringlich.

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Das Mandelöl kann tief in die Hautschichten eindringen und sensibler bis trockener Haut helfen. Zudem kann es weitere beigemischte Öle verstärken, da diese ebenfalls in tiefe Hautschichten gelangen können. (2)

Jojobaöl

Jojobaöl ist kein eigentliches Öl, sondern ein flüssiges Wachs, welches jedoch auch zur Massage und Hautpflege genutzt wird. So ist es etwa für Gesichtsmassagen von verschiedenen Hauttypen bekannt.

Jojobaöl verteilt sich nicht so leicht auf der Haut, zieht jedoch schnell ein und kann dann die Hornschicht erweichen und mit Feuchtigkeit versorgen. Daher kann es bei trockener und unreiner Haut genutzt werden. (3)


Quellenverzeichnis

  1. Käser, Heike (2011): Naturkosmetische Rohstoffe, 2. Aufl., Linz, Freya, S. 110ff.
  2. Käser, Heike (2011): Naturkosmetische Rohstoffe, 2. Aufl., Linz, Freya, S. 76ff.
  3. Käser, Heike (2011): Naturkosmetische Rohstoffe, 2. Aufl., Linz, Freya, S. 63ff.
MZ

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