Kamille: Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler

Kamille
Blüte einer Kamille

Die Kamille ist eine blühende Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Die Echte Kamille ist vor allem als Heilpflanze bei diversen Beschwerden bekannt. Sie wird auch als blaue Kamille, Feldkamille oder Mutterkraut bezeichnet.

Sowohl die getrockneten Blütenkörbe wie auch das ätherische Öl der Kamille sind von Nutzen. Je nach Verarbeitung der Blüten kann Kamille innerlich oder äußerlich angewendet werden. So kommt die Pflanze bei Beschwerden wie unreiner Haut oder Krämpfen zum Einsatz. (1, 2)

Eigenschaften von Kamille

Die Kamille ist eine Gänseblümchen ähnliche Blume mit intensivem und arteigenem Duft. Sie riecht ein wenig krautig, süßlich und heuartig.

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Der Geschmack aufgebrühter Kamille ist mild bis leicht herb und die Farbe ist Gelb. Im Gegensatz dazu ist das ätherische Kamilleöl bläulich und deutlich intensiver in Geruch und Geschmack.

Wirkung der Kamille

Ekzeme
Ekzeme am Ellenbogen

Die Kamille gilt seit jeher als bekannte Heilpflanze. Zu Heilzwecken wird vor allem die Echte Kamille verwendet. Einige ihrer enthaltenen Pflanzenstoffe können innerlich wie äußerlich bei diversen Beschwerden helfen.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen für die Wirkungen der Kamille zählen Bisabolol, Matracin, Flavonoide und Cumarine. So kann die Kamille bei Beschwerden wie

  • Wunden
  • Ekzemen
  • unreiner Haut
  • Entzündungen

Linderung verschaffen sollen. (1)

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Innerlich angewendet kann die Kamille hingegen

  • beruhigend
  • krampflösend
  • entzündungshemmend

wirken. (2) Wissenschaftliche Belege für diese Wirkungen gibt es allerdings nicht.

Verwendung der Kamille

Ätherisches Öl Mischen
Mischen ätherischer Öle in einer kleinen Schüssel

Kamille kann auf viele verschiedene Arten zubereitet und angewendet werden. Für den medizinischen und kosmetischen Bereich werden meist die Blütenköpfe verwendet. Diese können dann zu diversen Produkten weiterverarbeitet werden.

Verarbeitung

Die Kamillenpflanze wird häufig weiterverarbeitet zu ätherischen Ölen, Tinkturen oder getrockneten Teedrogen. Als Ausgangsmaterial werden meist die frischen Blüten verwendet.

Das ätherische Öl Kamille wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen und enthält die ätherischen Pflanzenstoffe in konzentrierter Form. Daher wird das Öl auch nur sparsam verwendet. Es kann innerlich wie äußerlich zum Einsatz kommen.

Eine Tinktur (oder alkoholischer Pflanzenauszug) ist eine Substanz in der die Pflanzenstoffe durch eine Alkohollösung aus den Pflanzen gelöst wurden. Der Alkohol konserviert dabei die Pflanzenstoffe. Eine Kamillentinktur kann innerlich wie äußerlich zum Einsatz kommen.

Die getrockneten Blüten der Kamille werden vor allem für Tees oder Aufgüsse benötigt. Schonend ist hier vor allem die Lufttrocknung.

Verwendungsbeispiele

Wellness-Massage im Nacken
Wellness-Massage im Nacken

Die Kamille ist vor allem als Heilkraut bei diversen inneren Beschwerden bekannt, sowie als Hilfsmittel bei äußerlichen Hautbeschwerden. So kann sie in Teemischungen oder Kräuterpräparaten enthalten sein, aber auch in Kosmetikartikeln bis hin zu Massageölen.

Für die äußere Anwendung von Hautproblemen wird häufig das ätherische Öl der Kamille verwendet. Es kann Massageölen oder Hautpflegeprodukten beigemengt sein.

Gegen Verdauungsprobleme oder Atemwegsbeschwerden wird hingegen häufig die getrocknete Kamille verwendet und als Tee oder Dampfbad zubereitet.

Kamillepflanze

Kamille Blüten
Mehrere Kamille Blüten

Von der Kamille gibt es viele verschiedene Arten. Als Heilpflanze ist vor allem die Echte Kamille aus der Familie der Korbblütler bekannt. Sie heißt mit botanischem Namen Matricaria chamomilla, teilweise aber auch als Matricaria recutita bekannt.

Die Pflanze zeichnet sich durch ihre gelben und gewölbten Blütenkörbe und die dünnen, länglichen und weißen Blütenblätter aus. An einer krautigen Pflanze wachsen mehrere Blüten. Die Wuchshöhe beträgt etwa 20 bis 50 Zentimeter.

Kamille kommt heute in ganz Europa und Teilen Asiens vor. Sie wächst auf nährstoffreichen Böden mit Lehmanteil. Angebaut wird sie vor allem in Bulgarien, Ungarn, sowie Argentinien und Ägypten.


Quellenverzeichnis

  1. Käser, Heike (2011): Naturkosmetische Rohstoffe, 2. Aufl., Linz, Freya, S. 217.
  2. Gerti Samel, Barbara Krähmer (2001): Heilende Energie der ätherischen Öle, 1. Aufl., München, Ludwig, S. 92.
MZ

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