Lavendel angustifolia: Bekannte Zier- und Heilpflanze

Lavendel angustifolia
Lavendel angustifolia auf einer Wiese

Als Lavendel angustifolia wird eine Pflanzenart der Familie der Lippenblütler bezeichnet. Auch als Echter Lavendel bekannt, ist sie eine Zierpflanze und vielseitige Heilpflanze mit diversen Eigenschaften.

Lavendel angustifolia ist vor allem für seine entzündungshemmenden und beruhigenden Wirkeigenschaften bekannt. So wird die Pflanze vor allem bei Hautbeschwerden eingesetzt. (1)

Die Pflanze bildet kleine lilane und ährenartige Blütenstauden aus, die frisch, blumig und süßlich duften. Der grau-grüne Strauch kann bis zu 100 Zentimeter hoch werden und wächst im Mittelmeerraum und in Südeuropa.

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Zu Heilzwecken oder für Duftmischungen werden überwiegend die Blüten des Lavendel angustifolia verwendet. Daraus wird beispielsweise auch das ätherische Lavendelöl gewonnen.

Unterschied zu anderen Lavendelarten

Ätherisches Öl Mischen
Mischen ätherischer Öle in einer kleinen Schüssel

Lavendel angustifolia ist die Lavendelart mit den meisten Wirkeigenschaften auf den Körper. Die Bezeichnungen dieser und anderer Lavendelarten können jedoch verwirrend sein. Meistens geben die botanischen Bezeichnungen Aufschluss über die tatsächliche Lavendelart.

Lavendel angustifolia heißt mit vollständigem botanischen Namen Lavandula angustifolia und ist auch als Echter Lavendel, Lavandula officinalis (französische Nennung), Lavendel fein oder Lavendel vera bekannt.

Ebenfalls bekannt sind die Arten Lavandula spica (Speiklavendel), Lavandula stoechas (Schopflavendel) und Lavandin, einem Hybrid aus diesen beiden Arten.

Die Inhaltsstoffe anderer Lavendelarten außer dem Echten Lavendel unterscheiden sich teilweise stark. So werden andere Lavendelarten überwiegend als Duftpräparate und nicht als Präparate mit heilenden Eigenschaften genutzt.

Wirkung

Lavendelöl
Lavendelöl in blauer Flasche

Lavendel angustifolia weist nach der Pflanzenheilkunde ein weites Wirkspektrum auf. Dazu tragen Inhaltsstoffe wie Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Phenylcarbonsäuren und ätherische Öle bei. So kann die Pflanze angeblich

  • pilztötend
  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • durchblutungsfördernd

wirken. (1) Die Wirkungen sind nach aktuellen wissenschaftlichen Methoden allerdings noch nicht nachgewiesen worden.

Verwendung

Lavendel
Lavendel getrocknet

Lavendel angustifolia kann zu diversen Heilsubstanzen weiterverarbeitet werden. Dazu werden vor allem die Blüten benötigt. Die Verwendung erfolgt meist äußerlich bei Hautbeschwerden. Doch auch innerlich oder als Duft kann Lavendel angustifolia zum Einsatz kommen.

Die Blüten der Lavendel angustifolia werden vor allem zu Ölmazeraten, Tinkturen, ätherischen Ölen oder getrockneter Teedroge verarbeitet.

Die Anwendung erfolgt vor allem bei unreiner Haut, Verbrennungen, Wunden und diversen Formen von Entzündungen (2). Hier kann vor allem das ätherische Öle für Cremes, Gesichtsmasken, Dampfbäder oder Seifen verwendet werden.


Quellenverzeichnis

  1. Käser, Heike (2011): Naturkosmetische Rohstoffe, 2. Aufl., Linz, Freya, S. 219-220.
  2. Gerti Samel, Barbara Krähmer (2001): Heilende Energie der ätherischen Öle, 1. Aufl., München, Ludwig, S. 102-103.
MZ

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