Cellulitis: fehlerhafte Bezeichnung für Cellulite

CelluliteCellulitis oder zu Deutsch Zellulitis wird im umgangssprachlichen Gebrauch gerne mit der Cellulite verwechselt. Bei der im Volksmund als Orangenhaut bezeichneten Cellulite handelt es sich jedoch lediglich um ein kosmetisches Problem. Viele Betroffene empfinden die Dehnungsstreifen an Oberschenkeln und Bauch als nicht schön. Sie sind jedoch nicht lebensgefährlich.

Definition Cellulitis

Cellulitis ist im Gegensatz zur Cellulite, wie die Endung „-itis” aussagt, eine ernsthafte Erkrankung der Haut. Es handelt sich dabei um einen Oberbegriff für eine bakterielle Infektion der Haut, die Rose oder Wundrose sowie die Phlegmone. Diese Krankheitsbilder sind durch eine schmerzhaft angeschwollene Haut und das Auftreten von Fieber gekennzeichnet.

Wundrose (Erysipel)

Die Wundrose ist eine durch Streptokokken ausgelöste, zumeist fiebrige bakterielle Infektion der oberen Hautschichten, die sich in dem meisten Fällen in Form eines rötlichen Ausschlages äußert. Der Ausschlag soll sich zungenförmig entlang der Lymphknoten ziehen, kann jedoch in anderen Formen (z. B. Pusteln, Quaddeln u.a. …) am ganzen Körper in Erscheinung treten. Meistens wird Ekzemejedoch von einem Auftreten an Wade oder Fuß berichtet.

Phlegmone

Die Phlegmone, ebenfalls eine bakterielle, durch Staphylokokken ausgelöste, teils ebenfalls fiebrige Infektion, zieht sich im Gegensatz zur Rose bis in die unteren Hautschichten. Auch diese Infektion kann sich über den ganzen Körper ausbreiten, zumeist jedoch zwischen Daumen und Zeigefinger, sowie zwischen den anderen Fingen und der Handflächen. Auch hier ist die Haut eher gerötet wie nach einem Sonnenbrand, was besonders an den Beinen mit der ebenfalls ähnlich schmerzhaften Thrombose verwechselt werden kann.

Eine bereits zuvor geschädigte Haut, ein geschwächtes Immunsystem, Übergewicht sowie eine Vorerkrankung mit Cellulitis soll dem Auftreten beider Formen dieser Hauterkrankung Vorschub leisten. Generell lässt sich Cellulitis jedoch gut mit Antibiotika behandeln. Unbehandelt kann es jedoch zu Folgeschäden wie zum Beispiel Lymphödemen oder Eiteransammlungen kommen.

Hinweis: Es rät sich in jedem Fall bereits bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen.


Quellenverzeichnis:

  1. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), „Wundrose und Phlegmone”, https://www.gesundheitsinformation.de/wundrose-und-phlegmone.html (abgerufen am 11.11.2022).

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MH

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