Kindermassage: mechanische Bearbeitung der Haut und des Gewebes bei Menschen im Alter von 2 bis ca. 10 Jahren

Kindermassage
Die Kindermassage bezeichnet die Massage von Menschen im Alter von 2 bis 10 Jahren.

Die Kindermassage bezeichnet die mechanische Bearbeitung der Haut und des Gewebes (vgl. Massage) bei Menschen im Alter von 2 bis ca. 10 Jahren. Sie unterscheidet sich in der Anwendung erheblich von Massage von erwachsenen Menschen, aber auch von der Babymassage. Der Schwerpunkt der Kindermassage liegt im spielerischen Anteil der Anwendung und zielt vor allem auf eine positive Entwicklung des Kindes ab.

Nicht nur Babys, sondern auch Kleinkinder sehnen sich nach dem emotionalen Zugang ihrer Eltern und nach liebevollen bewussten Berührungen. Diese Art von Massagen kann von Eltern, aber auch von anderen Kindern durchgeführt werden. Eine sehr bekannte Form der Kindermassage ist die Harmonische Kindermassage nach Bruno Walter.

Die Harmonische Kindermassage nach Bruno Walter

Bruno Walter beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren professionell mit dem Thema Massage. Eine besondere Form der Kindermassage, die Harmonische Kindermassage, wurde nach ihm benannt. Das Konzept beruht darauf, dass  die Massage bei jeder Ausführung an die Bedürfnisse des (Klein-) Kindes angepasst wird. Nach dem Konzept sind die Berührungen und Zuwendungen der Eltern sehr wichtig.

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Die Harmonische Kindermassage hat zum Ziel die körperliche als auch seelische Entwicklung von Kindern zu fördern, aber auch zur Persönlichkeitsbildung beizutragen. Zudem soll sie den geregelten Schlafrhythmus fördern. Das Kind soll durch die Massage die Verbindung und das Verständnis zum sozialen Umfeld aufbauen und lernen zu entspannen.

Eltern massieren ihre Kinder

Liebevoll behandelte Kinder sind gesünder und ausgeglichener, so die Deutsche Gesellschaft für Baby- und Kindermassage e.V. (1). Eine derartig liebevolle Behandlung und nonverbale Sprache können Kinder durch eine Massage erfahren. Daher ist die Kindermassage vor allem eine Massageart, die von den Eltern ausgeführt wird.

Deutschlandweit bieten ausgebildete Kindermasseure Kurse und Fortbildungen an. Hier lernen Eltern:

  • Wissenswertes über Massagespiele
  • welche Handgriffe die Richtigen sind
  • wie die Kindermassage durchgeführt wird
  • alles über die richtigen Öle und Massagegeräte
  • alles über die Reaktion der Kinder auf die Massage.

Durch die Kindermassage kann die Bindung von den Eltern zum Kind gestärkt werden: das gegenseitige Vertrauen und Verständnis wird gefestigt und so kann auch das Familienleben einfacher werden.

Zudem wird durch die Kindermassage die Kompetenz der Eltern im Umgang mit ihren Kindern gefördert. Und die Kinder können schon früh lernen, Grenzen zu setzen – „Nein“ zu sagen.

Kinder massieren Kinder

Auch Kinder selbst können lernen, sich gegenseitig zu massieren. Dies ist entweder zuhause möglich oder im Rahmen eines Projektes im Kindergarten bzw. in der Schule. Es ist dabei von Vorteil, wenn die Kinder die Massage bereits von ihren Eltern erfahren haben. Erfahrene Masseure oder auch die Eltern selbst können den Kindern einfache Massagegriffe lehren, die sie gegenseitig an sich anwenden.

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Wenn Kinder dann andere Kinder massieren, sorgt das nicht nur für den wohltuenden Effekt, sondern auch für jede Menge Spaß. Außerdem lernen die Kinder den sensiblen Umgang miteinander, ihr Gefühl für die eigene und gegenseitige Empfindung wird zudem gefördert. Und sie erlernen darüber hinaus ihrer eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen

Kindermassage versus Babymassage

Babymassage
Eine Mama massiert ihr kleines Baby auf dem Rücken

Die Babymassage unterscheidet sich in seiner Durchführung erheblich von der Kindermassage. Denn die Babymassage bezeichnet die Massage für Menschen im ersten Lebensjahr. Hier sind andere, meist sanftere, Griffe notwendig als bei Kindern über einem Jahr. In seiner Art ist es vielmehr ein Streicheln des Körpers, während die Griffe der Kindermassage schon mehr denen einer Erwachsenenmassage ähneln.

Ein sehr großer Unterschied liegt weiterhin darin, dass man als Masseur eines Babys, dessen Signale richtig deuten muss, denn es kann nicht sprechen.

Bei der Babymassage geht es häufig darum,  Koliken, Bauchschmerzen oder Blähungen zu lindern. Dies erreicht man durch ein leichtes Streichen des Bauches im Uhrzeigersinn. Mit der Kindermassage sollen hingegen – wie oben bereits beschrieben – vor allem psychologische Wirkungen erzielt werden.

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Bei beiden Massagen wird die Mutter-Kind-Bindung gestärkt, was bei der Babymassage das Stillen erleichtert und bei der Kindermassage den täglichen Umgang untereinander leichter macht.


Quellenverzeichnis:

  1. Deutsche Gesellschaft für Baby- und Kindermassage: Definition Kindermassage, abgerufen am 19. Januar 2013.
MZ

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