Ätherisches Öl Kamille: Pflanze, Inhaltsstoffe, Anwendung

Kamille BlütenÄtherisches Öl Kamille (auch „Kamille blau“, „echte Kamille“) wird aus den Blüten der echten Kamille (Matricaria recutita) durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Die Kamille gehört seit vielen Generationen in die Hausapotheke und auch das ätherische Öl der Kamille ist ein bekanntes Mittel zur Haut- und Wundpflege.

Pflanze

Botanischer Name: Matricaria recutita
Familie: Korbblütengewächse
Kurzbeschreibung: Pflanze mit gefiederten Blättern, weißen Strahlenblüten und gelben Scheibenblüten
Herkunft und Anbaugebiete: Ägypten, Ungarn, Balkan

 

Ätherisches Öl mit TeelichtHerstellung

Herstellungsverfahren: Wasserdampfdestillation der Blüten
Herstellungseffizienz: 500 kg ergeben 1 kg ätherisches Öl

Inhaltsstoffe

Sesquiterpene (v.a. Chamazulen und Bisabolen), Sesquiterpenoxide, Sesquiterpenketone, Sesquiterpenole, Monoterpene, Ether

Eigenschaften

  • Duft: krautig
  • Duftnote: Herznote
  • Duftart: Kräuterduft
  • Duftharmonie: Lavendel, Rose, Geranie, YlangYlang, Benzoe Siam, Neroli, Cistrose, Muskatellersalbei, Zitrone
  • Farbe: blau

Wirkung

KamilleDem ätherischen Öl Kamille konnten verschiedene Wirkungen nachgewiesen werden. Besonders bekannt ist das Öl wegen seiner stark entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Kamillenöl gilt als entkrampfend. Es soll die Wundheilung fördern. Das Öl ist bekannt als bakterientoxinhemmend und soll den Hautstoffwechsel anregen.

Zahlreiche Wirkungen werden dem Kamillenöl nachgesagt, konnten aber bisher nicht wissenschaftlich belegt werden. Unter anderem sagt man, das Öl wirkt insbesondere in der Duftlampe beruhigend, ausgleichend und entspannend.

Verwendung

Kamillenöl findet aufgrund seiner Eigenschaften Anwendung in Kompressen bei Kopfschmerzen. Das ätherische Öl Kamille wird in Salben und Cremes bei Narben empfohlen. Außerdem wird das Öl bei Hautentzündungen, Akne, Geschwüren und Wunden angewandt.

Hinweise

In der klassischen Homöopathie gilt das Kamillenöl als Antidot, also als Gegenmittel, das die Wirkung des homöopathischen Mittels aufheben kann. Deswegen sollte es während einer homöopathischen Behandlung nicht eingesetzt werden.

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