Zupfmassage: Massagetechnik für einzelne Hautpartien

Zupfmassage
Eine junge Frau führt eine Zupfmassage an ihrem schwangeren Bauch aus.

Die Zupfmassage ist eine Massagetechnik, bei der einzelne Hautpartien angehoben und massiert werden. Die Zupfmassage wird häufig bei Cellulite sowie während und nach der Schwangerschaft angewendet.

Aufgrund der leichten Ausführbarkeit eignet sich die Zupfmassage als Selbstmassage.

Anwendung der Zupfmassage

Die Zupfmassage besteht im Wesentlichen aus dem Anheben von schmalen Hautrollen. Die Haut wird zwischen Daumen und Zeigefinger zusammengedrückt und leicht gewelkt. Leichte Rötungen zeigen die vermehrte Durchblutung und die erste Wirkung.

Für die Anwendung der Zupfmassage kommen ausschließlich Daumen und Zeigefinger zum Einsatz. Es wird grundsätzlich in Herzrichtung massiert: das unterstützt den Lymphfluss und dadurch den zusätzlichen Abtransport von Wasseransammlungen. Bei der Schwangerschaftsmassage wird hingegen in Richtung Nabel massiert. In andere Richtungen würde die Haut sonst unnötig gedehnt werden.

Häufig wird häufig mit Massageöl (z. B. Mandelöl) gearbeitet, um das Zupfen angenehmer zu gestalten. Denn durch die ölige Haut kann diese nur schwer länger fest gehalten werden: die bei der Massage übertragene Kraft wird verteilt, es ziept weniger an einer Stelle. Es werden nur geringe Mengen Massageöl verwendet, damit die Haut griffig und damit das „Zupfen“ möglich bleibt.

Ziele und Wirkung der Zupfmassage

Die Zupfmassage kann die Haut straffen und elastischer machen. Aus diesen Gründen wird sie bei Cellulite und zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen empfohlen. In beiden Fällen wird eine Verbesserung des Bindegewebszustandes angestrebt.

Zupfmassage bei Cellulite

Bei Cellulite kann die Zupfmassage straffend wirken. Das Zupfen regt die Durchblutung an und stimuliert zudem die unteren Hautschichten. Die Struktur des Bindegewebes kann sich dadurch festigen und die Fettzellen besser zusammenhalten. Denn bei straffem Bindegewebe sind keine lästigen Dellen sichtbar.

Zupfmassage bei Schwangerschaftsstreifen

Während der Schwangerschaft kann die Zupfmassage den sich dehnenden Bauch elastisch halten. Eine zusätzliche Behandlung mit Pflegeöl kann diese Wirkung verstärken. Damit sich die Haut über die Schwangerschaft ausreichend dehnen kann, sind regelmäßigen Anwendung ab Beginn der Schwangerschaft nötig.

Zupfmassage als Selbstmassage

Die Zupfmassage ist eine leicht anwendbare Massagetechnik. Weder Masseur noch komplizierte Massageanleitungen sind nötig. Andere Cellulite-Massagen wie die Bindegewebsmassage, Lymphdrainage oder Pinda Sveda können nicht oder nur sehr schwer alleine durchgeführt werden. Sie sind zudem mit mehr Zeitaufwand und Geld verbunden.

Vor allem zwei Aspekte machen die Zupfmassage zu einer guten Selbstmassage:

  • Die typischen Problemzonen können leicht erreicht werden. Vielen Betroffenen ist die eigene Cellulite unangenehm. Mit der Zupfmassage kann sich jeder selbst behandeln und muss sich nicht vor einem Masseur entblößen.
  • Die Massage ist aufgrund der festen Griffe etwas unangenehm. Der Druck und die Dauer können bei der Selbstmassage individuell bestimmt werden. Die Haut der inneren Schenkel oder des unteren Bauches ist allgemein druckempfindlicher.

Die Grenzen der Zupfmassage

Die Wirkung der Zupfmassage ist nicht bei jeder Person gleich. Der Hautzustand hängt, neben der Lebensweise, auch von der Beschaffenheit des Bindegewebes ab. Dieses ist bei manchen Menschen (insb. bei Frauen) erblich bedingt etwas lockerer und weniger straff. Die Massage alleine kann den lokalen Hautzustand in solchen Fällen nur leicht verbessern.

Das gesamte Bindegewebe erfordert bei starken Cellulite-Problemen kräftigende Maßnahmen. Ähnliches gilt auch für das Vorbeugen von Schwangerschaftsstreifen.

MZ

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