Pflege und Reinigung von Klangschalen

So bleibt Ihre Klangschale immer jung

Pflege und Reinigung von KlangschalenBei guter Behandlung und Reinigung bleibt Ihre Klangschale so, wie Sie erworben wurde: einzigartig schön und voller wohltuender Klänge. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es dabei ankommt.

Reinigung von Klangschalen

Auch ohne Reinigung werden Klangschalen sehr alt: einmal gekauft bleibt sie Ihnen erhalten – ein typischer Gebrauchsgegenstand eben.

Durch direkten Hautkontakt kann die Klangschale schnell verunreinigen. Außerdem setzen Klangschalen durch den Altergungsprozess eine Patina an, die vor allem durch die Spannungen der verschiedenen Metalle entsteht. Beide Arten der Verunreinigung haben keinen Einfluss auf die Klangqualität. Es geht schlicht darum, das ursprüngliche Aussehen der Klangschale zu bewahren.

Patina („dünne Schicht“, „Firnis“) ist eine durch Alterung entstandene Oberfläche. (1)

Traditionelle Reinigung

In Tibet und Nepal werden die Klangschalen mit Asche (z. B. von Reisstroh) gereinigt. Die Asche wird einfach mit Wasser befeuchtet, um auf diese Art eine Poliermasse zu erhalten. Nach längerem Reiben wird die Oberfläche glatt und sauber. Anschließend wird zum Schutz eine dünne Schicht Senföl aufgetragen.

Um weiteren Hautkontakt zu vermeiden, werden Klangschalen anschließend nur noch mit Handschuhen angefasst. So gelangen Sie besonders sauber und hochwertig in den Verkauf.

Putzmittel für Messing oder Kupfer

Klangschalen werden vor allem aus Messing hergestellt. Das sind Legierungen aus Kupfer mit bis zu 40 % Zink. (2) Tibetische Klangschalen von MASSAGE-EXPERT zum Beispiel bestehen zu 78 % aus Kupfer und 20 % Zinn. Es empfiehlt sich daher, auf spezielle Putzmittel für Messing bzw. Kupfer zurückzugreifen, die keine Kratzspuren hinterlassen.

Wiener Kalk

Alternativ lässt sich sogenannter Wiener Kalk verwenden. Anders als der Volksmund würden Chemiker dazu Calcium-Magnesium-Carbonat sagen. Es handelt sich dabei um Dolomitstein, der zu einem sehr feinen weißen Pulver zermahlen wird. Schon vor Jahrzehnten war Wiener Kalk ein klassisches Poliermittel, das zudem noch vollkommen natürlich ist – ganz ohne Zusatzstoffe wie Tenside, Konservierungsmittel, Duft- oder Reinigungsmittel.

Zur Reinigung mit Wiener Kalk diesen einfach auf ein feuchtes Tuch geben und die Flächen kreisend bearbeiten. Anschließend einfach mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen trockenen Tuch polieren.

Essig-Salz-Mischung

Außerdem kann zur Reinigung von Klangschalen eine Essig-Salz-Mischung verwendet werden. Wie diese hergestellt wird, erklärt Peter Hess wie folgt:

„…verrühren sie etwa 150 bis 200 Milliliter (eine knappe Tasse voll) preiswerten Essig mit vier bis fünf Esslöffeln Salz und lassen diese Mischung etwa drei bis fünf Minuten auf der Oberfläche der Schale einwirken. Dadurch wird der gleiche Vorgang erzeugt, wie bei galvanischen Elementen. Anschließend muss die Oberfläche gut mit Wasser gereinigt werden, damit keinerlei Salz- oder Säurereste mehr vorhanden sind. Trocknen sie die Schale mit einem weichen Tuch gründlich ab, und reiben sie sie sehr dünn mit Bienenwachs ein.“

Wenn Sie den ursprünglichen Glanz Ihrer Klangschale erhalten wollen, sollte diese etwa alle zwei Monate geputzt werden.

Pflege und Transport von Klangschalen

Klangschalen sollten stets pfleglich behandelt werden, damit sie auch den Klienten pflegen können. Dazu folgende Tipps:

  • Lagern Sie Klangschalen einzeln, am besten eingehüllt in einem weichen Tuch.
  • Vermeiden Sie das Ineinanderstapeln der Klangschalen, da hierdurch Druck ausgeübt wird.
  • Schützen Sie Ihre Klangschalen vor allem beim Transport unbedingt vor harten Stößen und dem Herunterfallen.

Quellenverzeichnis

  1. Wikipedia.org: Patina, https://de.wikipedia.org/wiki/Patina, abgerufen am 30.10.2018.
  2. Wikipedia.org: Messing, https://de.wikipedia.org/wiki/Messing, abgerufen am 30.10.2018.
  3. Hess, Peter (2013): Klangschalen, 2013, Irisiana, S. 31.
RR

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