Massagevorbereitung – Tipps und Checklisten

MassagevorbereitungDie Massagevorbereitung ist mindestens genauso wichtig wie die Massage selbst. Denn was wären die wohltuenden Berührungen in einem muffigen, unaufgeräumten Raum auf einer unbequemen Massageliege wert?

Also: ob professionelle Massagepraxis oder im privaten Bereich zu Hause, eine Massage kann nur ganzheitlich wirken, wenn es auch eine gründliche Massagevorbereitung gibt.

Lesen Sie daher unbedingt diesen Artikel, gerade wenn Sie noch nicht so viel Erfahrung mit dem Geben von Massagen haben. Ihr Massagegast wird es Ihnen danken! 😛

Grundvoraussetzungen

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die folgenden – eigentlich selbstverständiglichen Punkte – leider zu häufig nicht beachtet werden. Dadurch wird das Vertrauen der potentiellen Klienten beschädigt.

Die folgenden Punkte sollten Sie bei der Massagevorbereitung sehr ernst nehmen – auch im privaten Bereich:

  • Auf Körperhygiene achten
  • Passende Kleidung tragen
  • Massageraum gut aufräumen
  • Für gute, frische Atemluft sorgen
  • Störfaktoren möglichst minimieren
  • Für warme Raumtemperatur sorgen
  • Alles Massagezubehör griffbereit legen

Auf Körperhygiene und Körperpflege achten

Gesichtspflege einer MasseurinDer Massagegast nimmt seine Umwelt mit allen Sinnen war. Dazu gehört insbesondere der Masseur, dem er „blind“ Vertauen muss.

Achten Sie auf eine grundsätzliche Körperhygiene und gereinigte Zähne. Sehr wichtig sind kurze Fingernägel, die sonst die Haut verletzen könnten. Die Haut sollte sich weich anfühlen und benötigt ggf. etwas Creme. Tragen Sie abschließend ein dezentes Deodorant auf und sorgen Sie für frischen Atem – insbesondere wenn Sie viel Kaffee trinken oder rauchen.

Geeignete Kleidung tragen

Die Kleidung sollte praktisch und der Massage angemessen sein. Frauen sollten bei Entspannungsmassagen insbesondere bei Männern keine zu aufreizende Kleidung tragen.

Legere, bequeme Kleidung ist oft eine gute Wahl. Wichtig ist, dass Sie sich in der Kleidung wohl fühlen. Denn Ihre Gefühlslage wird häufig auf den Massagegast übertragen.

Massageraum gut aufräumen

Ein unordentlicher Massageraum wirkt wenig einladend. Der Massagegast wird sich eventuell fragen: Ist der Masseur auf die Massage vorbereitet? Ist dem Masseur die Massage genauso wichtig wie mir? Wenn der Massageraum so aussieht, wie wird der Ablauf dann wohl aussehen?

Vermeiden Sie diese Fragen durch einen aufgeräumten Massageraum. Wenn jedes Möbelstück und jedes Utensil seinen festen Platz hat, ist das sehr leicht. Ihre Konsequenz und Ihr Fleiß werden sich schnell auszahlen.

Für gute, frische Atemluft sorgen

Boneco S450 Luftbefeuchter VerdampferEine Massage soll entspannend oder belebend wirken. Die Basis dafür ist frische Atemluft, die keine Kopfschmerzen bereitet. Wichtig ist auch, dass die Luft nicht zu trocken ist, damit das Atmen angenehm ist.

Lüften Sie den Massageraum jeweils für 5 bis 10 Minuten kräftig durch – mit einer sogenannten Stoßlüftung. Das sorgt für ausreichend frische Luft und spart Heizkosten. Mit einem Luftbefeuchter können Sie für ein besonders angenehmes Raumklima sorgen.

Störfaktoren möglichst minimieren

Telefone - Störfaktor bei der MassageStörfaktoren verhindern einen durchgängigen Massageablauf. Dazu gehören zum Beispiel Straßenlärm, Nachbargeräusche, Handyklingeln und Türklingeln.

Planen Sie die Massage so, dass die Störfaktoren auf ein Minimum begrenzt sind. Lärmdichte Fenster und Türen wie in einer Musikschule sind eventuell eine Anschaffung wert. Zumindest sollten Sie die Tür außen so kennzeichnen, dass niemand ungebeten in den Massageraum eintritt und die Handys ausschalten (lassen).

Für warme Raumtemperatur sorgen

HeizkissenEntspannung ist nur mit einer angenehmen Umgebungstemperatur möglich. Diese sollte nach Möglichkeit mindestens 22, besser sogar 25 °C betragen. Gerade nicht massierte Körperbereiche sollten mit einer Decke bzw. einer Klima-Wärmedecke vor dem Auskühlen geschützt werden.

Um Kosten zu sparen, können Sie ein elektrisches Wärmeunterbett oder zumindest ein Heizkissen verwenden. Auch ein Kirschkernkissen kann zusätzliche Wärme sorgen.

Alles Massagezubehör griffbereit legen

Für eine entspannende Massage ist der reibungsloser Ablauf sehr wichtig. Alles Massagezubehör sollte griffbereit liegen. Dazu gehören auch die Utensilienn, die vor und nach der Massage benötigt werden – z. B. Massagepolster, Bademantel und Getränke.

Überlegen Sie sich vor der Massage den genauen Ablauf und legen das Massagezubehör jeweils passend ab. Bei einer Hot Stone Massage können Sie z. B. die unterschiedlich großen Hot Stones übersichtlich in der geplanten Reihenfolge in das Wärmegerät legen.

In einem Gespräch die individuellen Bedürfnisse erfahren

Gespräch zur MassagevorbereitungIn einem Gespräch mit der zu behandelnden Person fragen Sie nach eventuellen Verspannungen z. B. im Rücken oder Nacken. Wenn Sie wissen, welche Körperregionen massiert werden, können Sie die Massagevorbereitung gezielt vornehmen: Massagegeräte bereitlegen, Massageöl aussuchen, den Ablauf überlegen usw.

Ein Gespräch sollte bei der Terminvereinbarung und kurz vor der Massage stattfinden. So können Sie auf grundsätzliche Wünsche und Vorlieben sowie aktuelle Themen individuell eingehen.

Fragen Sie auch nach den Vorlieben in Bezug auf die Entspannungsmusik und Düfte – für den Raum und das Massageöl. Hat Ihr Gast vielleicht sogar einen Wunsch bezüglich des Öls? Jeder Tipp ist wertvoll, um die Massage auf den Empfänger individuell abzustimmen.

Mit dem Gespräch zeigen Sie Ihrem Massagegast auch, dass Sie ihn wichtig nehmen. Das schafft Vertrauen – eine sehr wichtige Basis für die Entspannungsmassage.

Ein entspannendes Ambiente schaffen

Korb mit Hot Stones und KerzeDie meisten Menschen können nur in einem entspannenden Ambiente wirklich abschalten und genießen. Was entspannend wirkt und was nicht, entscheidet auch der Massagegast – zumindest in Bezug auf Musik und Düfte.

Die folgende Checkliste zeigt Ihnen den Umfang der Maßnahmen – sie sprechen die Sinne Hören, Riechen, Sehen und Schmecken an. Weiter unten geben wir noch einige Tipps und Anregungen.

  • Musik
  • Raumduft
  • Lichtverhältnisse
  • Willkommensgruß

Keine Entspannung ohne Entspannungsmusik

Gleich beim Betreten des Raumes hört der Massagegast eine angenehme Musik. Sie holt diesen in eine andere Welt, die Welt in der er im Mittelpunkt steht und sich entspannen kann.

Musik lenkt von kleinen Nebengeräuschen ab. Entspannungsmusik sorgt für eine ruhige Grundstimmung und verhindert, dass sich der Massagegast in den Fragen des Alltags verliert.

Wir empfehlen den Musikwunsch vor der Massage abzustimmen.

Ein wohltuender Raumduft führt in eine erholsame Oase

Entspannendes Ambiente mit KerzenlichtEin erster Atemzug in dem Massageraum führt den Massagegast in eine Oase der Erholung. Der Raum ist mit ätherischem Öl gefüllt, das individuell auf den Gast und die geplante Massage abgestimmt wurde. Der Duft kann zum Beispiel entspannend oder belebend wirken.

Räucherstäbchen breiten sich etwas schneller im Raum aus als ätherische Öle. Dafür riechen Sie oft weniger dezent und weniger lang anhaltend. Je nach Wahl sollten Sie also etwas früher oder später mit der Massagevorbereitung anfangen.

Freundliches und beruhigendes Licht

Ein weiterer Schritt und der Gast steht mitten im Massageraum. Er möchte sich einen Überblick verschaffen und so Vertrauen in seine Umgebung gewinnen. Daher sollte der Massageraum zunächst gut ausgeleuchtet aber dennoch freundlich-einladend sein.

Später während der Massage sollte das Licht gerade so hell sein, dass ein professionelles Arbeiten gut möglich ist. Das Licht sollte auf den Massagegast beruhigend wirken, er soll sich entspannen können.

Um die Lichtverhältnisse der jeweiligen Situation anpassen zu können, sollten Dimmschalter verwendet werden. Sie können auch mit mehreren Lampen und / oder Kerzenlicht arbeiten.

Einen Willkommensgruß aussprechen und bereithalten

Heißen Sie Ihren Massagegast verbal und mit einer kleinen Aufmerksamkeit willkommen. Sie könnten zum Beispiel folgendes sagen: „Herzlich willkommen zu Ihrer Schokoladenmassage als kleine Einstimmung auf unser folgendes Programm habe ich Ihnen eine kleine Praline mitgebracht.“

Bei einer Hot Stone Massage könnten Sie einen kleinen Massagestein mitgeben, bei einer Kräuterstempelmassage an den Kräutern riechen lassen, bei einer Klangmassage könnten Sie eine kleine Hörprobe per E-Mail versenden usw. Für jede Massage gibt es eine passende Idee.

Etwas weniger individuell aber dennoch sehr einladend sind frische Blumen auf der Massageliege. Diese kann der Massagegast anschließend gerne mitnehmen. Die kleinen Aufmerksamkeiten werden eine große Wirkung erzielen und sich somit auch finanziell lohnen.

Letzer Teil der Massagevorbereitung: Einstimmung auf die Massage

Eine Masseurin stimmt sich auf die Massage ein. Ihr aktueller Gesichtsausdruck vermittelt, dass Sie ganz und gar nicht bereit ist.Nicht zuletzt hängt die Qualität von der Einstellung des Masseurs ab, denn dessen Stimmungslage überträgt sich schnell auf die zu behandelnde Person.

Versuchen Sie, eine entspannte, vielleicht sogar meditative Einstellung zu gewinnen – das hat nichts mit Willen oder Anstrengung zu tun: schalten Sie einfach Ihren Alltag ab und massieren Sie mit von ganzem Herzen. Dieser Massage-Tipp ist Gold wert. 😉

MH

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