Tibetische Klangschale: nach tibetischer Tradition hergestellte Klangschale

Tibetische Klangschale
Tibetische Klangschale aus Messing – Kupfer und Zink sowie weiteren Begleitmetallen

Eine Tibetische Klangschale ist eine handgearbeitete Klangschale, die nach der tibetischen Tradition hergestellt wurde. Heute weist der Name nicht unbedingt auf die Herkunft der Klangschale hin. Eine Alternative Bezeichnung ist Tibetanische Klangschale.

Tibetische Klangschalen werden für die Klangmassage und Klangtherapie eingesetzt. Sie eignen sich sowohl zur Behandlung einer anderen Person (eines Klienten) als auch für die Selbstmassage bzw. Selbstbehandlung. Sie dient vor allem der Entspannung.

Tibetische Klangschalen | Massage-Expert Shop

Tibetische Klangschalen bestehen zumeist aus aus Messing und sind typischerweise zwischen 200 und 2 kg schwer. Sie haben eine halbkugelform und sind ca. 2 bis 4 mm dick.

Herkunft des Namen „Tibetische Klangschale“

Klangschalenmassage
Klangschalenmassage mit Herzschale, Beckenschale und angeschlagener Universalschale

Heute weist der Name Tibetische Klangschale nicht unbedingt (bzw. in den wenigsten Fällen tatsächlich) auf die Herkunft der Klangschale hin. Tibet gilt als Ursprungsland der Klangschalen und so hat sich die Bezeichnung aufgrund des traditionellen Herstellungsverfahrens als Handelsname etabliert.

Die in Europa verfügbaren Klangschalen kommen meist aus Nepal oder den indischen Gebieten Assam, Bengalen, Bihar und Orissa. Zuweilen wird auch allgemein von der Himalaya-Region gesprochen.

Eigenschaften der Tibetischen Klangschale

Klangschalen werden für die Klangmassage, Meditation und Klangtherapie eingesetzt. Hier wird eine Wahrnehmungsübung mit einer Klangschale durchgeführt.
Klangschalen werden für die Klangmassage, Meditation und Klangtherapie eingesetzt. Hier wird eine Wahrnehmungsübung mit einer Klangschale durchgeführt.

Die Tibetische Klangschale erinnert von der Form stark an eine Halbkugel. Sie weist in der Regel runde Seitenkanten auf. Ihr Durchmesser reicht von ca. 10 cm bis über 50 cm, wobei mehr als 30 cm die Ausnahme sind. Der Rand einer tibetischen Klangschale ist ca. 2 bis 4 Millimeter dick. So bringt eine tibetische Klangschale zwischen 200 und mehr als 5 kg auf die Wage, wobei selten 2.000 Gramm übertroffen werden.

Die wichtigste Eigenschaft einer Klangschale ist ihr Klang. Das folgende Video zeigt, wie eine Universalschale mithlfe von drei unterschiedlich festen Schlägeln gespielt wird.

Zusammensetzung der Tibetischen Klangschale

Anschlagen einer Klangschale
Klangschalen können angeschlagen oder angerieben werden. Das Reiben wird häufig für meditative Zwecke verwendet, bei einer Klangmassage wird die Klangschale typischerweise angeschlagen – so wie hier dargestellt.

Die traditionell hergestellte Tibetische Klangschale besteht aus einer Legierung aus Kupfer und Zinn. Eine der bekanntesten Kupferlegierungen mit Zink als Legierungsmetall ist Messing, das in den meisten Fällen zur Herstellung einer Tibetischen Klangschale verwendet wird.

Je nach der Sorgfalt während der Raffinierung kann Anzahl und der Anteil der Begleitmetalle variieren. So können zum Beispiel auch Eisen, Blei und Spuren von Silber, Gold oder Tellur in einer Klangschale enthalten sein. Auf traditionelle Weise hergestellte Klangschalen beinhalten aufgrund der unsauberen Raffinierung wesentlich mehr Begleitmetalle.

Die Qualität des Klanges ist allerdings unabhängig von der Anzahl der Metalle, denn es kommt allein auf das Klangempfinden des Empfängers an.

Eine Tibetische Klangschale entsteht – die Herstellung

Klangschalen - Herzschale und Kopfschale
Klangschalen gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen. Dies Auswahl ist eine Sache der Erfahrung und hängt auch sehr von den Vorlieben des Massagegastes ab, denn schließlich soll dieser damit zur Entspannung kommen.

Zur Herstellung einer Tibetischen Klangschale wird das Metall oder Metallgemisch geschmolzen und in Gussformen gefüllt. Der so entstehende flache, runde Metallrohling wird mit Hilfe hoher Temperaturen in die gewünschte Klangschalenform getrieben und anschließend poliert. Oft werden die Klangschalen anschließend noch verziert.

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In der Himalaya-Region wurde die handwerkliche Fertigung der Schalen bis 1940 fast komplett aufgegeben. Erst die jüngste Nachfrage westlicher Länder hat die Produktion wieder aufleben lassen. Oft werden Klangschalen aufgrund niedrigerer Kosten aus Messinglegierungen hergestellt oder gegossen.

MZ

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