Honigmassage: Entspannungsmassage mit natürlichem Bienenhonig

Honigmassage auf dem Rücken
Honig wird für die Honigmassage auf den Rücken gegeben

Als Honigmassage bezeichnet man eine therapieorientierte oder wellnessorientierte Massageform mit Bienenhonig. Die Honigmassage erfordert keine besondere Massagetechnik: es wird wie bei anderen Entspannungsmassagen und der klassischen Massage massiert.

Die Honigmassage wirkt entspannend und pflegend für die Haut. Sie kann auch speziell für die sogenannte Entgiftung des Körpers eingesetzt werden.

Die Honigmassage wird von professionellen Masseuren und von Privatanwendern ausgeführt. Sie eignet sich uneingeschränkt für die Partnermassage oder als Selbstmassage.

Entstehung und Entwicklung der Honigmassage

Honigwabe, Honigmassage
Naturechter Honig wird für die Honigmassage verwendet

Russische Wurzeln

Honig ist als wirksames Hausmittel bekannt. Er wird bei Husten, Erkältungen, Entzündungen und vielen anderen leichten gesundheitlichen Problemen eingesetzt.

Die therapeutische Verwendung von Honig ist bereits seit vielen Jahrhunderten auf der ganzen Welt bekannt. Die Honigmassage wurde jedoch maßgeblich von Oleg Lohnes (geboren 1970), einem Ingenieur, Psychologen und Erfinder mit ukrainischen Wurzeln, entwickelt.

In Russland haben jedoch nicht nur Honig, sondern auch alternative Heilmethoden ihre ganz eigene Historie. Die durch das starke Interesse hervorgebrachten Erkenntnisse werden zunehmend auch in Deutschland bekannt. Zu den dort weit verbreiteten alternative Heilmethoden gehört neben der Honigmassage z. B. auch das Ölziehen.

Kombination unterschiedlicher Methoden

Die Honigmassage ist eine Kombination aus unterschiedlichen naturheilkundlichen Methoden.

  • Der Honig wirkt als natürliches Naturheilmittel bei diversen Beschwerden. Er kann die Haut reinigen und pflegen.
  • In der wellnessorientierten Ausführung werden vor allem Massagegriffe wie in der klassischen Massage verwendet. In der Honigmassage nach Lohnes geht es um die sogenannte Entgiftung des Körpers. Hierzu werden spezielle Massagetechniken wie Pumpbewegungen und Knetrollen eingesetzt.

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  • Die Bearbeitung der Reflexzonen am Rücken aktiviert die Organe und fördert Stoffwechsel sowie Durchblutung.

Jedes Heilmittel für sich bietet bereits spürbare Erfolge. In der Kombination wird daraus jedoch eine Massageform, die deutlich über den Wellnessbereich hinaus wirken kann.

Honigmassage als Reflexzonenmassage

Honiglöffel mit einer Tasse
Honiglöffel mit einer Tasse

In der Honigmassage wird der Rückenbereich ausführlich und gezielt bearbeitet. Dort liegen einige der Headschen Zonen, über die reflektorisch auf bestimmte Organe und andere Körperbereiche eingewirkt werden können soll. Demnach kann die Honigmassage auch als eine Art Reflexzonenmassage bezeichnet werden.

Die Honigmassage nimmt über die Zonen Kontakt zu Zwerchfell, Magen und anderen Organen auf. Die Headschen Zonen liegen dabei nicht immer in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Organs. Die Verbindung erfolgt über Nervenbahnen, die aus den Wirbelsäulenkanälen nach außen treten und dem Masseur somit einen Zugang ermöglichen.

Wirkung und Einsatzbereiche der Honigmassage

Die Wirkung der Massage mit Honig hängt von der Intensität und korrekten Ausübung maßgeblich ab. Die klassische Honigmassage nach Lohnes, mit ihren Pumpbewegungen und Knetrollen, dient vor allem der Entgiftung des gesamten Körpers. Die speziellen Griffe und die Kraft des Honig tragen dazu bei. Honig wirkt entzündungshemmend, immunstärkend, schlaffördernd und beruhigend.

Honig für die Honigmassage
Honig wird für die Honigmsasage aus einem Glasbehälter entnommen

Die Massage wird unter anderem bei folgenden Problemen eingesetzt:

  • Depressionen
  • Hautprobleme
  • Schmerzzustände
  • chronische Müdigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Menstruationsprobleme
  • Rheumatische Beschwerden (1)

Leichte Beschwerden können durch die Honigmassage bei regelmäßiger Anwendung gelindert werden, bei ernsten Erkrankungen dient sie allenfalls als therapiebegleitende Maßnahme. Der Masseur sollte vor einer Behandlung über aktuelle Beschwerden informiert werden. Im Zweifelsfall muss immer der behandelnde Arzt mit einbezogen werden.

Kontraindikationen

Die Honigmassage gehört zu den sanften Naturverfahren, auch wenn die Anwendungen nicht immer sanft erscheinen. Prinzipiell sollten sich nur gesunde Menschen massieren lassen. Schwangere und Stillende sollten grundsätzlich vorsichtig sein oder lieber die wellnessorientierte Massageform nach eigenem Ermessen bevorzugen. Die Honigmassage sollte unterlassen werden bei:

  • Fieber
  • Tumoren
  • Glaukom
  • Thrombosen
  • Hautschäden
  • Honigallergien
  • offenen Wunden
  • inneren Blutungen
  • Infektionskrankheiten (2)

Quellenverzeichnis

  1. Harnisch, Günter (2008): Die Entgiftungsmassage mit Honig, 2. Aufl., Bietigheim-Bissingen, Lorber & Turm, S. 31 ff.
  2. Harnisch, Günter (2008): Die Entgiftungsmassage mit Honig, 2. Aufl., Bietigheim-Bissingen, Lorber & Turm, S. 53 ff.
MH

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