Headsche Zonen: Hautareale mit reflektorischer Verbindung zu inneren Organen

Headsche ZoneAls Headsche Zonen werden bestimmte Hautareale mit reflektorischer Verbindung zu inneren Organen bezeichnet. Sie wurden von Dr. Sir Henry Head entdeckt und sind daher auch als Head-Zonen bekannt. Die Headschen Zonen befinden sich überwiegend an den Dermatomen im Oberkörper- und Rückenbereich.

Headsche Zonen besitzen die Eigenschaft des „Übertragenen Schmerzes“. So kann die entsprechende Zone eines inneren erkrankten Organs schmerzen. Solche Schmerzen können sich auf die Haut und die Muskeln beziehen. (1)

Headsche Zonen und deren Organe können in Form einer Reflexzonenmassage stimuliert werden.

Lage der Headschen Zonen

Tiefenmassage, RückenmassageDie Headschen Zonen befinden sich am ganzen Körper an den Dermatomen. Dies sind Hautareale (Segmente), die sich quer entlang der Wirbel in auslaufenden Bahnen über den gesamten Körper erstrecken. Die bedeutendsten Zonen liegen innerhalb dieser Bereich am Rücken und Oberkörper sowie Schulter- und Ledenbereich.

Die Dermatome der Wirbelsäule sind dabei in vier Bereiche aufgeteilt. In jedem Bereich liegen auch mehrere Headsche Zonen.

  • 8 Cervikalsegmente (Hals)
  • 12 Thorakalsegmente (Brust)
  • 5 Lumbalsegmente (Lenden)
  • 5 Sakralsegmente (Kreuzbein)

Eigenschaften der Headschen Zonen

Headsche Zonen weisen eine reflektorische Verbindung zu einigen inneren Organen auf. In diesem Zusammenhang wird häufig vom „Übertragenen Schmerz“ gesprochen. Dies bedeutet, dass sich Beschwerden oder „Schmerzen“ an inneren Organen in den entsprechenden Hautarealen der Headschen Zone zeigen können. Anders herum kann die Stimulation dieser Zonen auch das Organ beeinflussen.

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Die Existenz und die Wirkungsweise der Headschen Zonen konnte wissenschaftlich belegt werden. (2) Die Schmerzübertragung erfolgt durch den teilweise gleichen Verlauf von Nervenbahnen der Hautnerven und Eingeweidenerven, welche sich im Spinalnerv der Wirbelsäule treffen. (1)

Headsche Zonen als Grundlage der Reflexzonenmassage

Reflexzonenmassage mit Hot StonesDie Entdeckung der Headschen Zonen machte die Entwicklung der Reflexzonenmassage und der Fußreflexzonenmassage möglich. Dies geschah zunächst durch die Erweiterung der Headschen Zonen um die Reflexzonen nach Dr. Fitzgerald und später wiederum durch die Beobachtungen von Eunice Ingham-Stopfel.

Die Reflexzonenbehandlung versucht innere Organe und damit verbundene Erkrankungen durch die Stimulation bestimmter Hautzonen zu lindern. Diese reflektorische Behandlung kann mit Unterstützung von Massageöl oder zum Beispiel auch Massagesteinen wie den Hot Stones erfolgen. (3)

Die Fußreflexzonenmassage bevorzugt Finger- und Daumendruck oder kleine Steine und Massagestäbe.


Quellenverzeichnis

  1. Wikipedia.org: Dermatom, abgerufen am 10. November 2012.
  2. Chang, David (2009): Das große Buch der Massagetechniken, 1. Aufl., München, Bassermann, S. 57-58.
  3. Chang, David (2009): Das große Buch der Massagetechniken, 1. Aufl., München, Bassermann, S. 59-60.
MZ

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