Didgeridoo: Australisches Blasinstrument mit tiefem, bassigen Klang

Didgeridoo
Ein Didgeridoo wird von einer Frau gespielt

Als Didgeridoo wird ein Musikinstrument aus ausgehöhlten Baumstämmen oder Ästen bezeichnet. Sie sind vor allem durch den traditionellen Gebrauch bei den australischen Aborigines bekannt geworden.

Charakteristisch für dieses Musikinstrument sind seine tiefen und bassigen Töne. Durch Mundbewegungen und eine bestimmte Atemtechnik können jedoch sehr vielfältige Klänge produziert werden.

Das traditionelle Didgeridoo aus Australien ist in der Regel durch Termitenfraß entstanden. Noch heute werden solche als auch maschinell ausgehöhlte Stämme verkauft.

Regelmäßiges Musizieren mit diesen Instrumenten kann die Atemmuskular kräftigen. Außerdem wird angenommen, dass das Schlafapnoe-Syndrom und Schnarchen dadurch gelindert werden kann (1).

Klangtherapeuten verwenden Didgeridoos häufig, um einen beruhigenden Grundton zu erzeugen – in Ergänzung und zur Abwechslung zu den sonst verwendeten Klangschalen.

Traditionelles Musikinstrument der Aborigines

Das Didgeridoo stammt sehr wahrscheinlich aus dem nordaustralischen Arnhemland. Dort wurde es von Stämmen der Aborigines zu verschiedenen Zwecken genutzt. Zum einen galt es als begleitendes Musikinstrument bei Tänzen, zum anderen als Hilfsmittel bei Ritualen.

Es kursieren mehrere Sagen und Legenden über die Entstehung der Didgeridoos. Viele besagen, dass das ein Aborigine einen von Termiten ausgehöhlten Ast oder Baumstand fand und das musikalische Potential entdeckte. Wie alt das Didgeridoo jedoch sein soll ist noch unbekannt. Bisher wird eine Nutzung seit etwa 3.000 Jahre aufgrund von Wandmalereien angenommen. Die Aborigine-Mythen sprechen jedoch von einer weit längeren Verwendung.

In den jeweiligen Stämmen werden die Didgeridoos ganz unterschiedlich bezeichnet. Die hierzulande gängige Beziechnung ist wahrscheinlich auf die ausgesprochenen Laute und Klänge beim Spielen entstanden.

Spieltechniken

Heute das Didgeridoo überwiegend als Musikinstrument verwendet. Es ist nicht nur in Australien, sondern weltweit bekannt für seinen bassigen und ungewöhnlichen Klang. Da es sich hierbei um ein Blasinstrument handelt, sind eine bestimmte Atmung und Lippenbewegungen notwendig.

Zirkularatmung

Die Zirkularatmung ist eine hilfreiche Technik für das Spielen eines Didgeridoos. Sie ermöglicht einen durchgehenden Ton und somit stundenlanges Spielen ohne absetzen zu müssen. Bei dieser Atmung wird gleichzeit ein- und ausgeatmet. Während der Spieler durch die Nase einatmen presst er die Luft aus dem Mundraum. Auf diese Weise kann ohne Unterbrechungen für eine Atmenpause gespielt werden.

Klangerzeugung

Eine hohe Klangvielfalt kann durch Lippenbewegungen, ausgestoßene Laute, Blasdruckveränderungen und Kehlkopfbewegungen erzeugt werden. So können sehr viele und ungewöhnliche Töne gespielt werden. Dabei weisen viele Didgeridoos ihre ganz eigenen Grundtöne und Frequenzen auf.

Gesundheitliche Aspekte des Didgeridoos

Eine junge Frau entspannt während einer Massage in schönem Ambiente: Räucherduft, Hot Stones und eine Schale sind zu sehen.
Eine junge Frau entspannt während einer Massage in schönem Ambiente: Räucherduft, Hot Stones und eine Schale sind zu sehen.

Bei regelmäßigem und richtigen Spielen können die Didgeridoos die Atmenmuskulatur und den Hals- und Mundraum stärken. Ferner wird angenommen, dass dadurch auch nächtliches Schnarchen und das Schlafapnoe-Syndrom gelindert werden können. Hierfür gibt es aber noch keine medizinischen Nachweise (1).

Im Rahmen der Klangmassage kann ein Didgeridoo für einen beruhigenden Ton sorgen und damit zur Entspannung des Klienten beitragen.

Herstellung

Ein Didgeridoo besteht im Allgemeinen aus hohlen Ästen oder Baumstämmen. Heute sind sowohl natürlich ausgeholte als auch mechanisch ausgeholte Modelle erhältlich. Die traditionellen Didgeridoos sind aus abgestorbenen Baumteilen entstanden, welche durch Termiten ausgehöhlt wurden.

Die ursprünglichen Didgeridoos bestehen meistens aus Eukalyptus und sind sehr leicht. Es gibt mittlerweile aber etliche Varianten. So können Modelle aus Teakholz, Bambus, Jackfruit oder auch einheimischen Baumarten bestehen.

Die hohlen Baumstämme werden angschließend gereinigt, getrocknet und eventuell mit Lack versiegelt. Unbehandelte Didgeridoos werden gelegentlich mit Öl behandelt, damit sie nicht gänzlich austrocknen und Risse bilden. Zu touristischen Zwecken werden Modelle auch bemalt und verziert.


Quellenverzeichnis

  1. Wikipedia.org: Didgeridoo, abgerufen am 23. August 2012.
MZ

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