Cineol: Pflanzenstoff gegen Atemwegsbeschwerden

Cineol
Struktur von 1,8-Cineol, Eucalyptol (Grafik: Wikipedia, freie Lizenz)

Cineol ist ein Pflanzenstoff aus der Gruppe der Monoterpene. Er kommt vor allem in ätherischen Ölen vor. Heute wird er überwiegend aus Eukalyptusöl gewonnen. Er wird auch Eukalyptol, 1,8-Cineol oder Limonenoxid genannt.

Seine antibakterielle und bronchienweitende Wirkung macht es zu einem beliebten Erkältungsmittel. (1)

Cineol kann in Kapselform direkt eingenommen werden oder als Wirkstoff in Pastillen und Salben dienen. Im Massageöl kann es gerade zur kalten Jahreszeit wohltuend wirken.

Der Pflanzenstoff wird normalerweise durch Destillation eines ätherischen Öls (Eukalyptusöl) gewonnen. Reines Cineol ist jedoch hochentzündlich.

Eigenschaften

Reines Cineol liegt in einer klaren Flüssigkeit vor. Es kann gut mit Ölen vermischt werden. Der Pflanzenstoff duftet sehr frisch und ein wenig nach Campher und Eukalyptus.

Zudem ist reines Cineol hochentzündlich und darf nicht in der Nähe von Wärmequellen aufbewahrt werden. (2)

Wirkung

Cineol hat eine starke Wirkung auf die Atemwege. So kann es nicht nur bei Erkältungskrankheiten, sondern auch bei Asthma helfen.

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In Lunge und Nebenhöhlen wirkt der Pflanzenstoff antibakteriell und schleimlösend. Außerdem konnte eine bronchienweitende Wirkung festgestellt werden. Somit kann er zur allgemeinen Verbesserung der Lungenfunktion führen. (1)

Verwendung

Ätherisches Öl
Ätherisches Öl mit Lavendel im Hintergrund. Ätherisches Öl wird in dunklem Glas aufbewahrt, um es vor Sonneneinstrahlung zu schützen

Heutzutage wird Cineol in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Es wird sowohl in der Aromatherapie als auch bei Atemwegsbeschwerden verwendet. Es kann in Kapselform eingenommen, inhaliert oder äußerlich aufgetragen werden.

So ist Cineol häufig Bestandteil von Hustenpräparaten oder Inhalationsbädern gegen Erkältungen. Es wird auch in Erkältungssalben oder Lutschpastillen eingesetzt.

In der Aromatherapie und Massage kommt Cineol natürlicherweise in ätherischen Ölen wie Eukalyptusöl und Lorbeeröl vor. Es kann aber auch zusätzlich hinzugefügt werden, um einen bestimmten Duft oder eine bestimmte Wirkung zu erreichen.

Des Weiteren wird es in der Veterinärmedizin und der Zahnmedizin sowie in der Parfümindustrie genutzt.

Pflanze

DistillationCineol ist als Monoterpen Bestandteil verschiedener Pflanzen und ätherischer Öle. Die bisher größte Menge ist in Eukalyptusöl (85 Prozent) und Lorbeer enthalten.

Doch auch Minze, Cajeput, Teebaum, Basilikum, Thymian und Salbei enthalten Cineol in unterschiedlichen Mengen.

Herstellung

Cineol wird überwiegend aus Eukalyptusöl hergestellt. Dabei wird es durch eine bestimmte Art der Destillation des Öls gewonnen.

Bei der so genannten fraktionierten Destillation können mehrere Stoffe aus einem Gemisch isoliert werden. Im Fall von Eukalyptusöl wäre dies das Cineol. Hierbei wird das Öl auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und durch mehrere Behälter geleitet. Die jeweiligen Behälter können durch unterschiedliche Temperaturen nun die gewünschten Stoffe herausfiltern.


Quellenverzeichnis

  1. Erkältung-online.de: Cineol: Gegen die Verschleimung der Atemwege, abgerufen am 1. September 2012.
  2. Wikipedia.org: 1,8-Cineol, abgerufen am 1. September 2012.
MZ

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